Evaluation der verbesserten Personalausstattung in Leipziger Kitas

Bildquelle: Generiert mit ChatGPT
Auftraggeber
Stadt Leipzig, Amt für Jugend und Familie, Abteilung Kindertageseinrichtungen
Laufzeit
Januar – Juli 2026
Projektskizze
Im Auftrag der Stadt Leipzig führt das Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS e.V.) eine wissenschaftlich fundierte Evaluation der verbesserten personellen Ausstattung in zehn Kitas mit hoher sozialer Belastung durch. Grundlage ist ein kommunales Modellvorhaben zur Erprobung eines erhöhten Personalschlüssels sowie zusätzlicher Sachmittel über einen Zeitraum von einem Jahr.

Ziel der Evaluation ist es, belastbar zu prüfen, welche kurz- und mittelfristigen Effekte durch den zusätzlichen Ressourceneinsatz erzielt werden und wie diese im Hinblick auf eine mögliche Verstetigung fachlich einzuordnen sind.

Die Untersuchung folgt einem mehrdimensionalen Qualitätsverständnis und analysiert Veränderungen auf drei Ebenen:

  • Strukturqualität (z. B. Personalschlüssel, organisatorische Stabilität, Ressourceneinsatz),
  • Prozessqualität (z. B. pädagogische Interaktionsqualität, Teamarbeit, Elternkommunikation) und
  • Ergebnisqualität (z. B. wahrgenommene Teilhabechancen und Wohlbefinden der Kinder, Arbeitszufriedenheit und Entlastung der Fachkräfte, Vertrauen der Eltern).

Methodisch basiert die Evaluation auf einem Mixed-Methods-Design. Qualitative Leitungsinterviews werden mit standardisierten Online-Befragungen von Fachkräften und Eltern sowie mit quantitativen Kennzahlen (z. B. Krankenstand, Fluktuation, Personalstunden) kombiniert. Die Triangulation dieser Datenquellen erhöht die Validität der Ergebnisse und ermöglicht eine differenzierte Einschätzung von Wirkzusammenhängen.

Für jede Einrichtung wird ein strukturierter Steckbrief erstellt, der Umsetzung, Kontextbedingungen und wahrgenommene Wirkungen systematisch dokumentiert. Eine vergleichende Gesamtauswertung identifiziert Muster gelingender Praxis, macht moderierende Faktoren sichtbar und leitet evidenzbasierte Empfehlungen zur Weiterentwicklung und möglichen Verstetigung der Maßnahme ab.

Die Evaluation versteht sich damit als wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung sowie als Beitrag zur Qualitätsentwicklung frühkindlicher Bildung in sozial benachteiligten Quartieren.

Ansprechpartner*innen
Ansprechpartner*innen für das Projekt sind Pia Rohr und Stephan Hardt.

Rohr, Pia
Dipl.-Päd.